
Pressebericht
zum Jahresschlußkonzert am 26.12.02 in
Welden
Päckchen
für Päckchen lauter feine Musikstücke ausgepackt
Beim Jahresschlußkonzert der Musikvereinigung Welden wurden Päckchen für Päckchen lauter feine Musikstücke ausgepackt. Drei Orchester verwöhnten ihre Konzertbesucher mit künstlerisch ausgereifter Musik und bestechender Tonkultur.
Dabei wurde das gesamtes Spektrum an musikalischer Vielfalt präsentiert. Eine Schülerkapelle, welche das Publikum mit einem erstaunlichen Können überraschte. Eine reife, sehr disziplinierte Jugendkapelle, welche es verstand, sich in die von ihr gespielte Musik einzufühlen und ihre Zuhörer vor Aufmerksamkeit zu fesseln. Bei der Marktkapelle kam die dramatische Stimmung des Tiroler Freiheitskampfes 1809 auf, von welcher die Konzertbesucher förmlich ergriffen wurden.
Die verbindenden Worte um die Konzertbesucher auf die Musik der Orchester einzustimmen, fand Waltraud Pfenning, ihr gelang es bestens die Erwartung auf die kommenden Musikstücke zu wecken.
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Unsere Moderatorin: Waltraud Pfenning |
Eröffnet wurde der Konzertabend von der Schülerkapelle unter der Leitung von Marieluise Wetzstein. Mit „Soldiers Song“ und „King Arthur“ bewiesen sie, dass die Musikanten am Ende ihrer Ausbildungszeit über ein erstaunliches musikalisches Niveau verfügen. Besonders in „Ghost Rides in the Sky“ zeigten sie nochmals besonders, dass aus 19 einzelnen Musikanten ein wohlgeformtes Orchester gewachsen ist.
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Bilder der Schülerkapelle unter Leitung |
von Marieluise Wetzstein |
Die Leichtigkeit der Tuba in einem virtuosen Solo
demonstriert.
Die Jugendkapelle wurde von ihrem Dirigenten Bernd Hoffmann in diesem Jahr besonders gefordert. Sie eröffnete ihren Konzertteil mit der „Appalachian Ouvertüre“. Ein melodiöses Trompetensolo leitete die Hauptmelodie ein und beschrieb die Weite und Schönheit dieser amerikanischen Landschaft. Möglich wurde dies durch bestechenden Ausdruck und hohe Disziplin bei der Bewältigung der schwierigen technischen Passagen. Gut gelungene Tubasolos sind bei Blasmusikkonzerten eine Rarität. In Welden war eine dieser Raritäten zu erleben. Der Solist Florian Helgemeir verlangte sich alles ab und demonstrierte mit höchster technischer Präzision die Leichtigkeit der 16-tel Noten, gespielt auf der Tuba. Mit seinem virtuosen Spiel riss er die Zuhörer in den Bann, welche es mit donnerndem Beifall dankten.
Wie zur Erholung folgte dem Tubasolo das Stück „Music“ mit Rhythmen, welche den Fuß nicht still halten ließen, gefolgt von einfühlsamen Melodien welche als Trompetensolo von Roland Haas eingeführt wurde.
Queen, die große Popband, ihre Musik im Konzertsaal aufleben zu lassen, stellte für die Jugendkapelle eine besondere Herausforderung dar. Die Konzertbesucher konnten die Größe dieser Musikgruppe durch die perfekte, ausdrucksstarke Spielweise der Jugendkapelle nachspüren.
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Bilder der Jugendkapelle unter Leitung |
ihres Dirigenten Bernd Hoffmann |
Marktkapelle setzte Maßstäbe
Schon mit ihrem ersten Stück, der Ouvertüre „Banditenstreiche“ von Franz von Suppé setzte die Marktkapelle Maßstäbe für ihre bisherige Konzerttradition. Wirkungsvoll in der Tongestaltung, ganz im Sinne des Komponisten, wechselten sich fliegende sechzehntel Läufe gepaart mit raschen Tempowechseln ab.
Die erfahrenen Musiker der Marktkapelle verstanden es meisterhaft sich auf die verschiedenen Anforderungen des Stückes Banditenstreiche mit einer beeindruckenden Leichtigkeit einzustellen.
Dramatisch wurde es in der folgenden Suite „Tirol 1809“. Für nahezu 20 Minuten tobte im Weldener Holzwinkelsaal der Freiheitskampf. Ein wichtiger Teil der Tiroler Geschichte mit ihrem Anführer Andreas Hofer wurde von der Marktkapelle authentisch vertont. Die Ergriffenheit wurde durch die Gegensätze aus tiefgläubigen Gebeten als Choräle vertont und Reitermärsche welche in Kampfszenen mündeten verstärkt. Die dadurch erzeugte Spannung konnte erst mit dem nächsten Stück „Nachtschwärmer“ einem Konzertwalzer gelegt werden.
Arrangements von klassischer Originalliteratur für Blasmusik findet bei den Besuchern des Jahresschlußkonzerts immer mehr Zuspruch. So entsteht auf musikalische Art Einblick in eine Zeitepoche. Mit dem Walzer „Nachtschwärmer“ wagte sich die Marktkapelle an den „Wiener Schmäh“ der Jahrhundertwende.
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Bilder der Marktkapelle unter Leitung |
ihres Dirigenten Bernd Hoffmann |
Eindrucksvoller Schluß
Zum Abschluß des Konzertabends präsentierten sich die 77 Musikanten aller drei Orchester um gemeinsam den Wunsch an sich, ihre Familien und für die Konzertbesucher für das Neuer Jahr zu musizieren:“Only Time“. Das begeisterte Publikum antwortete mit langanhaltendem Beifall für die eindrucksvolle Demonstration musikalischer Harmonie.
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Ein eindrucksvolles Bild bietet der gemeinsame |
Auftritt aller drei Kapellen zum Konzertende |
Ehrungen
Zudem war dieser festliche Konzertabend auch der passende Rahmen für Ehrungen der Musikvereinigung Welden. Die Ehrungen wurden durchgeführt von Herrn Reinhard Grob, Schriftführer des ASM Bezirk 15 und langjähriges verdientes Mitglied der Musikvereinigung Welden.
So wurden zum
Beispiel für die Mitglieder der bisherigen Schülerkapelle, die hier ihren
letzten Auftritt als Schülergruppe hatten, die Urkunden zur bestandenen D1
Prüfung (Bronze-Abzeichen) des ASM verliehen. Die Schülerkapelle wird nun in
die Jugendkapelle integriert.
Ebenso erhielten einige fortgeschrittene Musikerinnen und Musiker die Urkunden
zur bestandenen D2 Prüfung (Silber-Abzeichen) des ASM.
Nicht
unerwähnt dürfen auch die Ehrungen des ASM für langjährige aktive Teilnahme
in einem Blasmusikorchester bleiben. Hier wurden Frau Gabriele Gumpp und Herr
Wolfgang Liepert für 25-jährige Zugehörigkeit geehrt.
Für 10-jährige Zugehörigkeit erhielten die Ehrungen: Herr Stefan Eisele, Herr
Florian Helgemeir, Herr Werner Helgemeir, Frau Carolin Röhrle, Herr Stefan
Weishaupt, Frau Sonja Wiedemann, Herr Markus Hodapp und Frau Daniela Fischer.
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Ehrung für langjährige Kapellenzugehörigkeit |
und bestandene ASM-Prüfungen |
(Text: Franz Pfenning, Gerhard Stenzel)